Archiv 2016 - Schreber-Brunsbuettel

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Aktuelles

06. Sept. 2016
Schrebergartenanlage ist kein Hundeklo
                                                
Schrebergärtner wehren sich gegen die Hinterlassenschaften der Vierbeiner
(Text und Bild: Rosi Schneider-Clausert)

„Unsere Anlage ist doch kein Hundeklo“, empören sich viele unserer Mitglieder. Regelmäßig treten verärgerte Mitglieder mit Beschwerden wegen Verschmutzungen der Wege, Grünflächen und ihrer kleinen Vorgärten an den Hauptwegen, verursacht durch Hundekot, an unsere Vorstandschaft heran. Auch Hundekotbeutel und sonstige Plastiktüten mit ekligem Inhalt, einige achtlos ins Gebüsch geschoben, andere kunstvoll über Hecken und Zaunpfähle gehängt oder anklagend auf Mäuerchen präsentiert, entrüstet die Mitglieder. Nun hat die Stadt Brunsbüttel bei der Boy-Lornsen-Schule zwar Hundekotbeutel deponiert, jedoch kein entsprechendes Behältnis zur Entsorgung dieser gebrauchten Beutel. Jetzt ist der Ärger noch größer, denn noch mehr dieser Beutel werfen die Hundebesitzer über die Hecken in die Schrebergärten.

Im Stammbereich der Bäume darf der Hundekot auch nicht liegen bleiben. Die Ausrede „Ist doch Dünger“, gilt nicht, denn Hundekot und -urin fügen den Bäumen und Sträuchern ernsthafte Schäden zu. Zornig werden wir Schrebergärtner zudem, wenn wir am Hauptweg entlang und in den Seitenwegen das Gras mähen und danach unseren mit Hundekot verdreckten Rasenmäher säubern müssen. „Geh da erst mal mit der Motorsense ran, wie Du dann danach aussiehst, denn wenn das Gras hoch ist, siehst Du den Hundekot nämlich gar nicht“, schimpft der 2. Vorsitzende Wilfried Mohrdieck.

Was viele Hundebesitzer immer noch ignorieren, ist, dass eine Beseitigungspflicht von Hundekot besteht. „Wenn ein Hundehalter dieser nicht nachkommt, begeht er eine Ordnungswidrigkeit“, so Martin Franzenburg, unser Vorsitzender. Der Hundehalter kann sich sogar strafbar machen, wegen umweltgefährdender Abfallbeseitigung (Oberlandesgericht Düsseldorf, Az. 5 Ss 300/90). Hundekot ist nicht nur Ekel erregend, sondern kann eine Infektionsgefahr darstellen und birgt auch gesundheitliche Gefahren für die Menschen. Die Übertragung von Salmonellen, Spulwürmern, Hakenwürmern und Bandwürmern ist möglich. Sie können Ursache für verschiedene Augen-, Leber-, Lungen- und Gehirnerkrankungen sein.

Nachdem im vergangenen Sommer Info-Flyer in den Schaukästen an allen Eingängen, mit Hinweisen für die Hundebesitzer nichts genutzt haben, will der Verein nun genauer hinsehen und Konsequenzen ergreifen. "Wenn das nicht fruchtet, dann muss man eben Anzeige erstatten oder Ordnungsgeld erheben. Das ist dann der nächste Schritt, den wir konsequent gehen müssen", so die Vorstandschaft. So will man auch verstärkt darauf achten, dass die  Hunde an einer höchstens zwei Meter langen sicheren Leine geführt werden. Einige uneinsichtige Hundebesitzer wurden in der Vergangenheit bereits des Geländes verwiesen und ihnen ein Hausverbot ausgesprochen. Der Verein hat Hausrecht in dem Gelände.

Bild: Vorbildlich führt Bernd Schröder seinen Hund an der kurzen Leine

22. Juni 2016
„Gartenbuddler“ hoffen auf gutes Abschneiden
(Text und Bilder: Rosi Schneider Clausert)

„Ich finde, die Kinder haben toll gearbeitet und ich bin zuversichtlich, dass die Leistung von der Jury anerkannt wird“, sagt Diplom-Psychologin Susanne Peacock. Sie leitet die Arbeitsgemeinschaft (AG) der schulartübergreifenden Ganztagsangebote, die die Räumlichkeiten des Förderzentrums Dithmarschen-Süd nutzen und eine Parzelle auf dem Gelände des Schrebergärtner-Vereins Brunsbüttel belegen.

Gespannt warteten die Jungen auf die Jurymitglieder, die ihre oft schweißtreibende Gartenarbeit bewerten sollte. Am 20. Juli wird dann im Kreishaus in Heide der „Umweltpreis an Schulen und Arbeitsgemeinschaften im Kreis Dithmarschen“ verliehen, der gesponsert wird vom Zweckverband Wasserwerk Wacken, den Stadtwerken Heide, den Wasserverbänden Süderdithmarschen und Norderdithmarschen sowie dem Abwasserverband Dithmarschen. Bewertet werden 15 Projekte mit drei Altersstufen aus Grundschulen, Gemeinschaftsschulen, Gymnasien und Berufsbildenden Schulen im Kreis Dithmarschen, so Organisator Michael Schöne von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises.

Dazu angereist waren die Jury-Mitglieder Wilhelm Malerius, Agrar- und Umweltausschussvorsitzender des Kreises Dithmarschen, Max Lorenzen vom Schulamt, Peter Söhl, vom Zweckverband Wasserwerk Wacken, Dirk Berking, Kreisfachberater für Natur und Umwelterziehung sowie Walter Denker Kreisnaturschutz-Beauftragter, um die Arbeit und den Schulgarten der Brunsbütteler „Gartenbuddler“ zu bewerten.

In Kooperation mit dem Schrebergärtner-Verein und unter Mithilfe einiger Mitglieder lernen die Schüler die Arbeit in einem Schrebergarten kennen und damit die Natur mit allen Sinnen erfahren wie der Geschmack von Himbeeren oder selbst kreierten Kräutertees, das Gesumme der Bienen, die Farben der Blumen und vieles mehr. Sie erfahren ökologische Zusammenhänge und sammeln entsprechendes Wissen ebenso wie sie Maßnahmen zur Schaffung von Artenvielfalt erlernen und begreifen wie das säen von Pflanzen, die zu der Nahrungskette von Fledermäusen gehören. Aber auch das Einzäunen des Gemüsegartens zum Schutz von Kaninchen und Vögeln gehört zu ihren Aufgaben.

Durch die Ernte leisten die Schüler einen Beitrag zum täglichen Mittagessen und damit einen Dienst für die Schulgemeinschaft. Der Garten  lädt ein zum Beobachten, Staunen, Erforschen, Spielen, Gestalten, Arbeiten und Genießen. Die Arbeit im Schulgarten ermöglicht ganzheitliches Lernen mit „Kopf, Herz und Hand“ und schafft einen Ausgleich zum kognitiven Lernen. Ein naturgemäß gestalteter Schulgarten ist ein Lern- und Erlebnisraum, der auffordert, auf Entdeckungsreise zu gehen.

Die Jury (von vorne nach hinten):
Organisator Michael Schöne und die Jurymitglieder Max Lorenzen, Dirk Berking, Wilhelm Malerius, Walter Denker, Peter Söhl zu Gast bei den Gartenbuddlern in Brunsbüttel

9. April 2016
Jahresmitgliederversammlung
(Text und Bilder: Rosi Schneider-Clausert)

„Wilfried und ich waren shoppen und dabei  herausgekommen ist Wilma“. Das Leichtgewicht wiegt ganze 650 Kilogramm und ist luftgekühlt. Der 29- PS-Kleintraktor schont wegen seines geringen Gewichts besonders die grünen Gartenwege und den angrenzenden Wald bei Arbeiten in der Brunsbütteler Schrebergartenanlage. Der Vorsitzende Martin Franzenburg und sein Stellvertreter Wilfried Mohrdieck konnten dieses Schnäppchen günstig erwerben. Nötig war diese Anschaffung, gab doch der Vereinstraktor schon vor zwei Jahren seinen Geist auf.
 
Der Vorsitzende unterrichtete auf der Jahresmitgliederversammlung außerdem über die Baustelle im Wald der Schrebergartenanlage „Schule – Schwimmbad“. Laut Planung sollte die Baustelle im vergangenen Jahr in drei bis sechs Wochen fertig sein. „Nun sind es 9 Monate und die Baustelle ist immer noch nicht fertig“, ärgert sich Martin Franzenburg. Die neu verlegten Abwasserrohre habe es auch wieder hochgedrückt und der Waldweg müsse dann außerdem auch noch begehbar gemacht werden.

„Ich werde immer wieder gefragt warum wir im angrenzenden Wald so viele Bäume fällen“, so Martin Franzenburg. Ausnahmslos alle Pappeln und Weiden hätten Schäden und würden zum Teil von innen her verrotten. Auch die Hälfte der Birken hätten schon Risse. Es könne aber auch sein, dass man mal einen gesunden Baum fällen müsse, um an einen kranken Baum heran zu kommen. Der Verein würde dafür haften, sollte in dem Wald etwas passieren und deswegen müssten morsche und kaputte Bäume gefällt werden.
 
Der Schrebergärtner-Verein Brunsbüttel besteht aus 293 Mitgliedern. Im vergangenen Jahr habe man 9 Parzellen verpachten können, unterrichtete Martin Franzenburg die Mitglieder. Nicht so erfreulich aber sei, dass der Verein einigen Mitgliedern wegen fehlender Pachtzahlungen kündigen musste.

Der Antrag, die jährlichen Arbeitsstunden von fünf auf 10 Stunden zu erweitern, wurde von den Mitgliedern abgelehnt. Stattdessen soll ab kommendem Jahr bei Nichtteilnahme am Arbeitsdienst die Gebühr verdoppelt werden.

Die Wahlen brachten nichts Überraschendes. Marianne Stange wurde in ihrem Amt als Rechnungsführerin einstimmig bestätigt und Werner Peters wurde auf Vorschlag des Vorstandes ebenfalls einstimmig als Beisitzer gewählt. Als Kassenprüfer wurden Ilse Kruse und Dieter Dzwoneck, Ersatzprüfer ist Hans Hatje. Den Festausschuss bildet weiterhin Michael Koch und wird dabei unterstützt von Jürgen Delfs und freiwilligen Helfern.

Die Vorstandschaft: Martin Franzenburg, Wilfried Mohrdiek, Marianne Stange, Stefan Claußen, Werner Peters

Seit 20 Jahren ist Dieter Haß Mitglied im Verein. Mit einer Ehrenurkunde und der bronzenen Ehrennadel des Landesverbandes Schleswig-Holstein der Kleingärtner gratulierte ihm der stellvertretende Vorsitzende Wilfried Mohrdieck.

Bereits 40 Jahre gehören Hans Lehmann, Horst Kusel und Arnold Jessen dem Verein an. Mit Dank für ihre treue, langjährige Mitgliedschaft wurden sie mit Urkunden und goldenen Ehrennadeln unter dem Beifall der Mitglieder ausgezeichnet.

V. l. n. r.: Martin Franzenburg, Wilfried Mohrdiek, Hans Lehmann, Horst Kusel, Arnold Jessen, Dieter Haß.
(...Bilder unten anklicken)

12.03.2016
Dithmarscher Kreisverband der Kleingärtner wählt neuen Vorsitzenden

Elpersbüttelerdonn. „Da ich künftig für das Amt des 1. Vorsitzenden nicht mehr zur Verfügung stehe, müsst Ihr heute einen neuen Vorsitzenden wählen“, kündigt Arnold Jessen aus Brunsbüttel die anstehenden Neuwahlen an. Bereits im vergangenen Jahr hatte er darauf hingewiesen, nicht mehr kandidieren zu wollen. Seit dem Jahre 2007 leitete er die Geschicke des Kreisverbandes Dithmarschen der Kleingärtner und seit 2002 war Arnold Jessen als Kreisfachberater tätig. 14 Vereine waren bei der Jahresmitgliederversammlung des Kreisverbandes Dithmarschen der Kleingärtner aufgerufen, einen neuen Vorsitzenden zu wählen. Mit Dank, einem Blumenstrauß und Präsenten wurde der Brunsbütteler von Thomas Kleinworth, Landesverbandsfachberater des Landesverbandes Schleswig-Holstein sowie den 14 Dithmarscher Vereinen verabschiedet.

Thomas Kleinworth und Martin Franzenburg verabschieden Arnold Jessen

Einstimmig wurde Hans Eigner aus Lunden zum neuen Vorsitzenden gewählt, nachdem er von Wahlleiter Martin Franzenburg aus Brunsbüttel dafür vorgeschlagen wurde. Da Hans Eigner bisher als Beisitzer fungierte, musste nun ein Nachfolger für dieses Amt vorgeschlagen werden. Ebenfalls ohne Gegenstimme wurde Peter Töllner vom Verein Lohe Rickelshof gewählt. Als Kassenprüfer wurden Rüdiger Michalski und Rosi Schneider-Clausert und als Ersatzprüfer Wilfried Mohrdieck, ebenfalls alle einstimmig, gewählt.

1. Vorsitzender Hans Eigner, Wahlleiter Martin Franzenburg, Kassenwart Boe Thiessen und Arnold Jessen.

Thomas Kleinworth wies darauf hin, dass der Dithmarscher Landesverband vom 12. bis 21. Juni zu Gast bei der Landesgartenschau in Eutin sei. Im Rahmen dessen, sollen Vereinsmitglieder die vom Verband gestifteten Marmeladegläser füllen, welche dann dort verkauft werden sollen. Der Erlös dieser Aktion geht als Spende an „Paulinchen“, eine Initiative für brandverletzte Kinder.

„Wir wollen dieses Jahr bienenfreundliche Gärten prämieren“, sagt Thomas Kleinworth. Der Landesverband Schleswig-Holstein der Gartenfreunde und die Initiative „Deutschland summt“ suchen die bienenfreundlichsten Gärten in Schleswig-Holstein. Es sollen einheimische pollen- und nektarproduzierende Kräuter, Stauden und Sträucher angepflanzt werden, welche die Wildbienen anfliegen. Auch „wilde Ecken“ im Garten sollen den Bienen Unterschlupf und Nistmöglichkeit bieten. Näheres dazu ist bei den jeweiligen Vereinsvorsitzenden zu erfragen.
(Text und Bilder: Rosi Schneider-Clausert)

 
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