Archiv 2014 - Schreber-Brunsbuettel

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Aktuelles

30. Sept. 2014
Bürgerarbeiter suchen neue Aufgaben


„Mir hat die Arbeit Spaß gemacht. Mein Interesse an der Gartenarbeit wurde geweckt und dadurch bin ich Mitglied  im Schrebergarten-Verein geworden und habe nun einen eigenen Garten“, sagt Sven Breuer. Für ihn und fünf weitere seiner Kollegen ging in diesen Tagen eine prägende Zeit zu Ende. Drei Jahre lang waren sie im Schrebergarten-Verein in Brunsbüttel als Bürgerarbeiter eingesetzt. Sven Breuer hat sich nun bei einem Landwirt um eine Arbeitsstelle beworben. „Ich bin mal sehr gespannt, ob das was wird“, äußert er voller Hoffnung.

„Wir haben Gärten umgegraben, gejätet, gesät und geerntet. Es war vorgegeben, dass die Ernte in den meisten Fällen der Tafel zu Gute kommt“, sagt Stefan Claußen, der Vorarbeiter der Bürgerarbeiter. In diesem Jahr wurden auch die beiden Schulgärten in der Schrebergartenanlage vermehrt unterstützt. In den Wintermonaten wurde in der Werkstatt der Anlage gebastelt. Futter- und Nistkästen sowie Insektenhotels entstanden, die zum Teil in der Anlage aufgehängt wurden. Sven Franke ergriff dann auch, als gerade nicht so viel zu tun war, die Eigeninitiative. Den Bau einer Totholzhecke hatte er sich ausgedacht. „Ich habe mich in das Thema eingelesen und mir gesagt, ich kann das und ich mach das“, erzählt er. Als naturtechnisch sehr wertvoll, da viele heimische Insekten und Kleintiere dort Winterschutz und einen Ruheplatz finden, anerkennt Arnold Jessen, der 2. Vorsitzende des Schrebergartenvereins die Idee und Umsetzung des Bürgerarbeiters. „Ich habe Sven Franke als sehr zuverlässigen Mitarbeiter kennengelernt, denn immer war er verschwitzt wenn ich ihn gesehen habe und trotz gesundheitlicher Einschränkung war er sich für keine Arbeit zu schade“, lobt ihn Alexander Riek vom Jobcenter Dithmarschen.

Besonders hob Riek auch die Verdienste Stefan Claußens hervor, der sehr akribisch Excel-Tabellen als Nachweis für den Europäischen Sozialfonds erstellt hatte. Gar eine Rückmeldung des Bundesverwaltungsamtes mit Sitz in Köln habe das Jobcenter bekommen, dass  Claußen sehr gewissenhaft gearbeitet habe, denn diese Tabellen dienten als Verwaltungsnachweis was mit den Geldern des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS)  geschehen war.

Rieks Lob und Dank ging auch an den ehrenamtlichen Vorstand der Brunsbütteler Schrebergärtner. Als zweitgrößter Dithmarscher Arbeitgeber dieser Maßnahme war er dafür bereit, als Arbeitgeber zu fungieren. Viel Arbeit war mit diesem Projekt verbunden und auch zusätzliche Kosten hatte der Verein zu schultern sowie eine Lohnbuchhaltung einzuführen.

Ein gutes Förderprogramm des BMAS zur Integration von Langzeitarbeitslosen wird eingestampft. Und wieder mal müssen Politiker, Kommunen, Arbeitslosen- und Beschäftigungsinitiativen, Sozialverbände und das Jobcenter vor Ort Menschen enttäuschen und ihnen erklären, warum sie Ende des Jahres wieder auf der Straße stehen werden. Und das obwohl weiterhin Arbeit vorhanden ist. Nur wird sie künftig in den meisten Fällen nicht mehr gemacht werden können.

Foto (v.l.n.r.): Mit einem Arbeitszeugnis verabschiedete Alexander Riek vom Jobcenter Dithmarschen die Bürgerarbeiter
Stefan Claußen, Sven Breuer, Dieter Dahnke und Sven Franke in der Schrebergartenanlage wieder in die Arbeitslosigkeit.
(Pressetext und Foto: Rosi Schneider-Clausert)

Die Kürbisernte hat begonnen

In einigen Grundstücken der Schrebergartenanlage wurden dieses Jahr besonders viele Speise- und Zierkürbisse geerntet.
Sven Breuer (Bild links) und Sven Franke (Bild rechts) investierten viel Zeit und Geduld um die vielen Kürbisse für den Verkauf zu waschen.
Bilder vom [Kürbisverkauf]

Ganze 69,7 Kilogramm ...

... wiegt der wohl schwerste Speisekürbis „Big Max“ im Schrebergarten Brunsbüttel, den die beiden Hobbygärtner Adolf Schlüssel (Bild mitte) und Fritz Kruse (Bild rechts) geerntet haben. Unter Anwesenheit des Vorstandes Martin Franzenburg (Bild links) wurde das Gewicht festgestellt.

Angebaut haben sie die Jungpflanze im Frühjahr auf einem Komposthaufen im benachbarten "Leergarten", den sie regelmäßig in Ordnung halten.

„Meine Tochter backt aus diesem Kürbis zehn Kürbisbrote und kocht einige Liter Kürbissuppe", erklärt Adolf Schüssel stolz über die Weiterverwertung des Riesenkürbisses.

Erfolgreiches Kinderfest

„Mama, Mama, ich hab 100 Punkte“! Freudestrahlend rennt die 10-jährige Margarita auf ihre Mutter zu um dieser über ihr Spielergebnis zu berichten.

„Klein, aber fein“ – so lässt sich das traditionelle Kinderfest im Schrebergartengelände in Brunsbüttel beschreiben. In mühevoller Arbeit hat der Vorsitzende des Schrebergärtner-Vereins Brunsbüttel Martin Franzenburg, gemeinsam mit weiteren freiwilligen Helfern unter der Leitung von Stefan Claußen einen einfalls- und abwechslungsreichen Spieleparcour aufgebaut. Hier konnten die kleinen eifrigen Kleingärtner ihre Geschicklichkeit, Ausdauer, Treffsicherheit sowie ein kluges Köpfchen beweisen. „Ich spiele am liebsten Verstecken, aber das da gefällt mir auch sehr gut“, äußert sich die fünfjährige Anna, die unermüdlich Fortuna am Glücksrad herausforderte.

Zwischen oder nach den Spielen konnten sich die Kleinen an der Kindersaftbar erfrischen, vom großen Korb voller Süßigkeiten naschen, eine leckere Wurst bei Michael Koch am Grill genießen oder sich in der Hüpfburg austoben. Groß war der Andrang bei Meike Kässens, die unermüdlich Luftballons füllte, welche die Kids hoch in den heiteren wolkigen Himmel steigen lassen durften.

Erwartungsvolle Gesichter dann abends, als sich das große Tor öffnete, hinter dem sich die Geschenke für die eifrigen kleinen Spieler verbargen. Auf den großen Tischen sah man Spiele jeder Art, wie eine Kinderpost, Polizeihubschrauber, Schwimmringe, Luftmatratzen, Bälle  und Vieles mehr. Belohnt wurde das Mitmachen – nicht das Gewinnen!
Währenddessen konnten sich die Eltern und Großeltern der kleinen Spieler bei Wilfried Mohrdiek an der Theke mit kühlen

Getränken erfrischen oder bei Gisela Berries mit Kaffee und Kuchen bewirten lassen und dabei den Klängen von Dr. Klaus Vogt am Keyboard lauschen.  

Der Abend gehörte schließlich den Großen. Nach getaner Aufräumarbeit stärkten sie sich mit leckeren Steaks und Würstchen vom Grill.

(Pressetext und Foto: Rosi Schneider-Clausert)
Weitere Fotos vom Kinderfest finden Sie im "Album" unter
[Kinderfest]

Vom Schulgarten frisch auf den Tisch

Etliche Hände buddeln in brauner Erde. Radieschen um Radieschen ziehen Pia und Evelyne vorsichtig aus dem Hochbeet und entfernen die rauen Blätter der kleinen rötlichen Knollen. Die beiden Mädchen gehören der Arbeitsgemeinschaft (AG) der schulartübergreifenden Ganztagsangebote an, die die Räumlichkeiten des Förderzentrums Dithmarschen-Süd nutzen und eine Parzelle auf dem Gelände des Schrebergärtner-Vereins Brunsbüttel belegen. „Wir haben im Rahmen des schulartübergreifenden Ganztagsangebotes mehrere AGs und die Kinder dürfen sich aussuchen welche sie gerne besuchen möchten“, sagt die Diplom-Psychologin Susanne Peacock, die Leiterin dieser AG.

Die Schüler sollen verschiedene Kreisläufe im Schulgarten  kennenlernen wie Bodenvorbereitung, Pflanzen setzen sowie pflegerische Tätigkeiten. Ist der Käfer nützlich oder ein Schädling? Was machen die Insekten eigentlich im Garten? Kann man die Pflanze essen oder ist das Unkraut? Rückenschonendes Arbeiten wird den Schülern ebenso vermittelt wie die Weiterverarbeitung des Gemüses in der Küche. „Auch der Klimaschutz ist ein Thema, denn selbst angebautes Gemüse ist wesentlich gesünder und günstiger als Produkte aus dem Supermarkt, die beispielsweise per Flugzeug eingeflogen werden“, klärt Susanne Peacock auf. Und so stehen Erdbeeren, Salatköpfe, Radieschen, Möhren, Kohlrabi, Tomaten, Gurken und Zucchini frisch und gesund im Beet, bevor sie in der Schulküche weiterverarbeitet werden. Kürbisse ernten die Schüler für Helloween zur Ausstellung in der Schule. Im Winter bereiten sie sich auf die Teilnahme an Wettbewerben vor, erzählt die Diplom-Psychologin und verkündet stolz, dass die „Gartenbuddler“  schon den „Dithmarscher Umweltpreis“ gewonnen haben. Bei weiteren Wettbewerben sind sie immer unter den Ersten und wollen nun versuchen das Gartenzertifikat zu erhalten, das die Schulleiterin des Förderzentrums Dithmarschen-Süd Christin Scharge und Susanne Peacock am entwickeln sind.

Bereitgestellt wurde der Schulgarten vom Schrebergarten-Verein Brunsbüttel, der das Projekt auch tatkräftig unterstützt. „Herr Jessen  ist uns eine große Hilfe dabei“, lobt Susanne Peacock den 2. Vorsitzenden der Brunsbütteler Schrebergärtner. „Ich finde es schon interessant, dass man hier viel über Gemüse lernt und mit Herrn Jessen zu arbeiten macht auch immer großen Spaß“, unterstreicht Pia die lobenden Worte Susanne Peacocks. Aber auch vom alten wie vom neuen Vorstand des Schrebergarten-Vereins erhalten die „Gartenbuddler“ viel Hilfe, wie die Leiterin der AG beteuert.
[www.foerderzentrum-Dithmarschen-Sued.de]
(Pressetext u. Foto: Rosi Schneider-Clausert)

Werner Meyer ist 50 Jahre! Vereinsmitglied

Werner Meyer, 1. Vositzender Martin Franzenburg (v. links)


„Als ich anfing, gab es eine Warteliste, weil ich aber dem Vorstand damals eine Buddel Korn spendiert habe, bekam ich meinen Garten sofort“, sagt Werner Meyer, der  ein überaus seltenes Jubiläum in diesem Jahr feiert: Seit 50 Jahren ist er Mitglied im Schrebergärtner-Verein Brunsbüttel und nach wie vor hegt und pflegt er seine 530 Quadratmeter große Parzelle nahe der Brunsbütteler Schleusen.
Mit Dank und Anerkennung für die langjährige Vereinstreue und die Ehrenämter die er in der Zeit innehatte, überreichte ihm der Vereinsvorsitzende Martin Franzenburg eine Ehrenurkunde und die goldene Ehrennadel des Landesverbandes Schleswig-Holstein der Kleingärtner. Von 1981 bis 1992 war der heute 70-Jährige 1. Vorsitzender. Seine Tätigkeit als Kreisvorsitzender übte Meyer 12 Jahre lang aus. Werner Meyer übernahm auch das Amt als Kreisfachberater und ist heute noch immer Vereinsfachberater. Von 1977 bis zu Baubeginn des Vereinshauses im Jahre 1980 gehörte er dem Bauausschuss an und hatte anschließend mit Hilfe nur eines Mitglieds das Vereinshaus gebaut. Weitblickend hat der Brunsbütteler auch während seiner Zeit als Vorsitzender die Schrebergartenanlage im Bebauungsplan als Dauergrünanlage festschreiben lassen.

Gerne erinnert er sich an seine Anfangszeit zurück, als man ohne Gummistiefel seine Parzelle nicht erreichen konnte, weil damals noch keine befestigten Wege angelegt waren, wie er erzählt. „In der einen Hälfte des Gartens habe ich früher für meine Kaninchen und Schweine Rüben angebaut“, teilt er mit und erklärt, dass vor 50 Jahren noch viele Bewohner Nutzvieh hatten.
„Damals wurde auch jeder Zentimeter genutzt, da gab es noch keinen Rasen“, erklärt er. Heute baut der Rentner verschiedene Gemüsesorten, Salat und Kartoffeln an und auf der Rasenfläche stehen ordentlich geschnittene Apfelbäume.
Ans Aufhören denkt Werner Meyer noch lange nicht und ist täglich vormittags, oft auch noch nachmittags, in seinem Garten. „Auch im Winter komme ich täglich – manchmal nur mal so zum gucken“, sagt er schmunzelnd. Oft aber nehme er Gemüse wie Kohl, Rote Bete, Rüben und Kartoffeln,  das er in seiner Laube eingelagert habe, mit nach Hause.
(Pressetext u. Foto: Rosi Schneider-Clausert)

Volker Adomeit für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt


„Was ist das für ein neumodischer Kram?“ wurde Volker Adomeit in den siebziger Jahren gefragt, als er eine Solaranlage auf sein Gartenhaus montierte. Er war damit einer der Ersten, der eine eigene Stromversorgung in der Schrebergartenanlage Brunsbüttel nachweisen konnte. Im Jahre 1989 erweiterte er seine Strom-Eigenversorgung mit dem Bau einer Windenenergieanlage. Verschiedene Gemüsesorten hatte er angebaut, Obstbäume und Sträucher gepflanzt und auch eine Zierfläche mit Blumen angelegt. Eine gemütliche Sitzecke  in seiner 524 Quadratmeter großen Oase rundete den Erholungseffekt ab. „Gemeinsam mit meiner Frau habe ich den Garten bewirtschaftet, alleine hätte ich das nicht geschafft“, sagt er. Früher fuhr der Gartenfreund im Sommer jedes Wochenende von seinem damaligen Wohnort in Hamburg nach Brunsbüttel um seinen Garten zu bestellen. Seit zwei Jahren wohnt er nun in Brunsbüttel. Seinen Schrebergarten hat der nun 71-Jährige aufgegeben, bleibt aber dem Verein weiterhin passiv verbunden. 40 Jahre lang ist Volker Adomeit nun Mitglied im Schrebergärtnerverein Brunsbüttel. Zu seinem „runden“ Vereinsjubiläum gratulierte der Vorsitzende des Schrebergärtnervereins Martin Franzenburg mit einer Ehrenurkunde und der goldenen Ehrennadel des Landesverbandes Schleswig-Holstein der Kleingärtner und dankte ihm für seine Vereinstreue.
(Pressetext u. Foto: Rosi Schneider-Clausert)

1. Vorsitzender Martin Franzenburg, Volker Adomeit (v. links)
 
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